Tochter sein, ist nicht leicht

Wir sind im New York der 50er Jahre, in Manhattan. Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Mädchen, neun Jahre alt und der erklärte Liebling ihres Vaters. Eines Vaters der alle bis auf sie prügelt. Der in seiner patriarchalischen Art für seine eigenen Freiräume sorgt und gleichzeitig seine Familie im Alltag der Geldlosigkeit eines Arbeiterviertels gefangen hält. Was tun Sie?

Carole L. Glickfeld erzählt in ihrem Buch „Meines Vaters Liebling“ die Geschichte von Ruthie Zimmer. Die Gehörlosigkeit der Eltern lässt Ruthie mehr hören. Zwischen den Zeilen, zwischen den Gebärden, zwischen den Herzen. Wie soll sie sich verhalten?

Zwanzig Jahre später bemüht Ruthie sich, sich aus dieser „Zwischen“ -Gefangenschaft zu befreien. Sie kehrt in ihr Viertel zurück um sich den Erinnerungen und der Auseinandersetzung mit dem Vater zu stellen…

Temperament- und humorvoll geschrieben, ist dieses Buch wirklich lesenswert.

Meines Vater Liebling, erschien im Suhrkamp Verlag, übersetzt von Mirjam Pressler

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