Emanzipation einer Dienerin

Wer jetzt an Mai-Ling und Co denkt, ist falsch gewickelt. Es geht um das Waisenkind der heutigen Tischkultur

– die Stoff Serviette.

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Im Deutschen, dem Französischen entlehnt, hat das Wort seinen Ursprung im lateinischen Servus = Sklave. Das trifft heute nur noch auf ihre kleine “ex und hopp” Schwester, die Papierserviette, zu. Einer Sklavin der Multifunktionalität. Jedes Mahl wird zum Imbiss. Praktisch als Teller Ersatz, ist sie anschließend auch gut als Taschentuch zu benutzen. Wessen Serviette dann noch annähernd sauber ist, kann ja jetzt ganz schnell – dank der Serviettentechnik – eine kleine Geburtstagskarte für die Schwiegermutter zaubern.

Die Stoffserviette dagegen ist schlicht. Sie kann nur eines – hübsch aussehen, während ihr Benutzer sich damit Mund und Finger reinigt. Sie ist nicht mehr Dienerin sondern Kulturträgerin und somit für alle Freunde des gepflegten Mahls ein Muß.

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