Hot Fuzz auf bayrisch und der Wildschütz Jennerwein

Föhnlage

Dieser Alpenkrimi vom bayrischen Musikkabarettist Jörg Maurer glänzt durch schwarzen Humor und herrliche Dialoge.
Wer den zähneknirschenden Nervenkitzel sucht hat mit Komissar Jennerwein den falschen Ermittler gewählt. Wer aber Skurilität, bayrisches Lokalkolorit und Witz sucht dem werden mit diesem Buch kurzweilige Stunden beschert.

 

Besonders zu empfehlen ist als Anhang 2 die vollständige Fassung

Das Lied vom Wildschütz Jennerwein

1.Ein stolzer Schütz in seinen schönsten Jahren,
Er wurde weggeputz von dieser Erd,
Man fand ihn erst am neunten Tage
bei Tegernsee am Peißenberg. 

2. Auf den Bergen ist die Freiheit,
Auf den Bergen ist es schön,
Doch auf so eine schlechte Weise
Mußte Jennerwein zugrunde gehn!

3. Auf hartem Stein hat er sein Blut vergossen,
Am Bauche liegend fand man ihn,
Von hinten war er angeschossen,
Zersprittert war sein Unterkinn.

4. Und es war schrecklich anzusehen;
Als man ihm das Hemd zog aus,
Da dachte jeder bei sich selber:
Jäger, bleib mit’m Selbstmord z’Haus!

5. Du feiger Jäger, s’ ist eine Schande,
Du erwirbst dir wohl kein Ehrenkreuz;
Er fiel mit dir nicht im offnen Kampfe,
Wie es der Schuß von hint’ beweist.

6. Man bracht ihn dann noch auf den Wagen,
Bei finstrer Nacht ging es noch fort,
Begleitet von seinen Kameraden,
Nach Schliersee, seinem Lieblingsort.

7. Von der Höh ging’s langsam runter,
Denn der Weg war schlecht und weit;
Ein Jäger hat es gleich erfunden,
daß er sich hat selbst entleibt.

8. Und als man ihn dort in den Sarg wollt legen,
Und als man gsagt hat: Ist jetzt alles gut?
O nein! sprach einer von den Herren, o nein!
Auf seiner Brust, da klebt ja frisches Blut!

9. In Schliersee ruht er, wie ein jeder,
Bis an den großen jüngsten Tag,
Dann zeigt uns Jennerwein den Jäger,
Der ihn von hint’ erschossen hat.

10. Zum Schlusse Dank noch den Vet’ranen,
Da ihr den Trauermarsch so schön gespielt,
Ihr Jäger, tut Euch nun ermahnen,
Daß keiner mehr von hinten zielt.

11. Am jüngsten Tag da putzt ein jeder
Ja sein Gewissen und sein Gewehr.
Und dann marschiern viel Förster und auch Jäger
Aufs hohe Gamsgebirg, zum Luzifer !


Der Lese Sommer – eine kleine Literatur Auslese

Es gibt doch nichts schöneres als einen Stapel schöner Schmöker auf dem Nachttisch liegen zu haben. Die folgenden Romane sind unsere Literatur Top-Ten für einen entspannten Lese Sommer. Von historisch humorvoll bis Berliner Realitäten ist es eine spannende Literatur Auslese für Frau und Mann. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen oder auch verschenken. Die passende Geschenk Grußkarte haben wir natürlich auch für Sie.

 

 

Jonas Jonasson

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Carl’s Books

Allan Karlsson hat Geburtstag. Er wird 100 Jahre alt. Eigentlich ein Grund zu feiern. Doch er verschwindet einfach – und stellt damit ganz Schweden auf den Kopf. Ein Buch über die irrwitzige Lebensgeschichte eines eigensinnigen Mannes, der sich nicht für Politik interessiert, aber trotzdem irgendwie immer in die großen historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts verwickelt war.

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Ann Patchett

Bel Canto

Bloomsbury Verlag
In einem fernen südamerikanischen Land, im Palazzo des Vizepräsidenten, wird eine glamouröse Geburtstagsparty gefeiert. Roxanne Coss, die berühmte Sopranistin, hält die internationalen Gäste mit ihrer Stimme in Bann. Plötzlich fallen Schüsse, und Terroristen nehmen die ganze Geburtstagsgesellschaft als Geisel.

Es gibt keinen Ausweg. Doch niemand ahnt, was die verzaubernde, einende Kraft der Musik in einer lebensbedrohlichen Situation auszurichten vermag …

 

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Sara Gruen

Wasser für die Elefanten

rororo Verlag

Das schwierigste Kunststück: die Liebe zu finden.
Amerika 1931, die Wirtschaftskrise hat das Land fest im Griff. Da kann der junge Tierarzt Jacob Jankowski von Glück reden, als ihm ein Job beim Zirkus angeboten wird. Auch wenn es ein sehr bescheidener Zirkus ist: Nicht einmal einen Elefanten gibt es. Dafür eine wunderschöne Kunstreiterin. Doch Marlena ist verheiratet mit dem wahnsinnigen Dompteur. Irgendwann findet sich doch eine, wenn auch sehr eigensinnige Elefantendame. Keiner kann mit Rosie umgehen – bis Jacob ihr Geheimnis enthüllt. Und als sich gerade alles zum Guten zu wenden scheint, nimmt eine Tragödie ihren Lauf …
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Edmund de Waal

Der Hase mit den Bernsteinaugen

Zsolnay

264 Netsuke, Miniatur-Schnitzereien aus Holz und Elfenbein aus Japan, liegen in der Vitrine des britischen Keramikkünstlers Edmund de Waal, Nachkomme der jüdischen Familie Ephrussi. Wie sie dorthin gelangten, erzählt de Waal in einem Erinnerungsbuch, das vom Paris der Belle Époque ins Wien des Fin de siècle führt und vom Tokio der 1950er Jahre über Odessa nach London. Die Ephrussi, einst an Reichtum und Einfluss den Rothschilds ebenbürtig, erlebten mit dem „Anschluss“ 1938 den Niedergang – ihr gesamtes Vermögen wurde arisiert. Eine außergewöhnliche Familiengeschichte, eine Wunderkammer, eine brillant geschriebene Erkundung über Besitz und Verlust, über das Leben der Dinge und die Fortdauer der Erinnerung.

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Isabel Ashdown

Am Ende eines Sommers

rororo verlag

Nichts ist einfach, wenn man erwachsen wird.

Südengland, Ende der sechziger Jahre: Rachel und Mary sind Schwestern an der Schwelle zum Erwachsensein, unzertrennlich, wohlbehütet und süchtig nach Leben. Rachel ist immer ein paar Schritte voraus, doch dann entflieht ausgerechnet die jüngere Mary der Kindheitswelt so vehement, dass ihre Familie sie verstößt.

Portsmouth, 1985: Jake ist erst 13, doch Probleme hat er genug. Sein Vater, den er vergöttert, verlässt die Familie. Und Mary, seine Mutter, ist am Boden zerstört. Jake tut alles, um ihr zu helfen. Er kümmert sich um seinen kleinen Bruder und versucht, den Schein der heilen Familie zu wahren. Als eines Tages Rachel auftaucht, von deren Existenz Jake nicht einmal wusste, scheint sich alles zum Guten zu wenden. Aber mit ihr kehrt auch ein lang gehütetes Familiengeheimnis zurück …

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Michael Ondaatje

Katzentisch

Hanser
Drei Kinder, zu Beginn der 50er Jahre, auf einer Seereise von Ceylon nach England. Zu der buntgemischten Gesellschaft an Bord des Schiffes gehören Außenseiter, die wie sie am Katzentisch sitzen, und andere Reisegefährten, nicht zuletzt die aus der noblen Senatorenklasse. Sie alle sind geheimnisumwitterte Objekte der Sehnsucht oder der Spekulation: der Baron, der so elegant Mitreisende bestiehlt, der todkranke Millionär oder die Artistentruppe mit Wahrsager, in den sich Emily verliebt. Michael Ondaatje, der Autor von “Der englische Patient”, erzählt ein Abenteuer, das Gleichnis ist für das wahre, wilde Leben: mit dramatischen Szenen, unvergesslichen Figuren und Bildern, die im Gedächtnis haftenbleiben.

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Jeannette Walls

Ein ungezähmtes Leben

Diana Verlag

»Hoffe das Beste und rechne mit dem Schlimmsten!« Das ist der Rat, den Lily Casey von ihrem Vater mit auf den Weg bekommt. Jeannette Walls, die mit ihren Kindheitserinnerungen in »Schloss aus Glas« die Leser weltweit begeisterte, erzählt die Lebensgeschichte ihrer Großmutter Lily, einer starken, eigensinnigen Frau, die sich nicht nur im Umgang mit wilden Pferden, sondern auch als Lehrerin, Rancherfrau, Schnapsschmugglerin, Pokerspielerin, Flugzeugpilotin und Mutter bewährt hat und Anfang des 20. Jahrhunderts den »Wilden Westen« unsicher machte.

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Wolfgang Herrndorf

Tschick

rororo Verlag
Zwei Jungs. Ein geknackter Lada. Eine Reise voller Umwege durch ein unbekanntes Deutschland.
Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Asi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat er einen geklauten Wagen zur Hand. Und damit beginnt eine unvergessliche Reise ohne Karte und Kompass durch die sommer-
glühende deutsche Provinz.

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Philip Roth

Das sterbende Tier

Hanser

Nach seinem gefeierten Roman “Der menschliche Makel” ein neues Meisterwerk von Philip Roth. David Kepesh, ein in Ehren ergrauter Kulturkritiker, ist über sechzig, als er die Studentin Consuela kennen lernt, die sein Leben in erotische Turbulenzen stürzt …
Ein Roman, in dem ein Mann seine intimsten Seelenregungen preisgibt und über Sex, die Hinfälligkeit des Körpers und das Altern auf eine Weise spricht, die einem den Atem raubt.

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Markus Werner

Am Hang

Fischer Verlag

Der junge Scheidungsanwalt Clarin freut sich auf ein ungestörtes Pfingstwochenende in seinem Tessiner Ferienhaus, wo er einen Aufsatz für eine Fachzeitschrift schreiben möchte. Am ersten Abend lernt er auf der Terrasse des Hotels Bellavista einen älteren Mann kennen, einen scheinbar Verwirrten, einen Verrückten vielleicht. Sie reden und debattieren bis tief in die Nacht, und allmählich erzählen sie sich auch ihre Geschichten und Liebesgeschichten. Was als stockendes Gespräch zwischen Zufallsbekannten begonnen hat, entwickelt eine fiebrige, beklemmende Dynamik, der sich weder Clarin noch der Leser entziehen kann. Es sind zweifelhafte Umstände, unter denen Loos seine geliebte, fast vergötterte Frau verloren hat, und dieser Verlust scheint ihm die Welt schwer und verhasst zu machen. Clarin hingegen lebt leicht und gern. – Ferner könnten zwei Menschen einander nicht sein. Wie nah sie sich sind, stellt sich erst spät heraus.
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Der Schneekönig der Schweiz

Alois Carigiet

Denk ich Schnee – denk ich Schweiz – denk ich Schellen Ursli. Und somit ist Alois Carigiet (30. August 1902 – 1. August 1985), der Erschaffer dieser Figur, für mich mein persönlicher Schweizer Schneekönig. Daß er diesen Titel nicht zu Unrecht trägt, zeigen seine großartigen graphischen Werbe Werke für die Schweiz.

HiverSt. MoritzBelvedere Davos

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Hirsutismus und Morse

hansen_loewenmaedchen …kommen beide in Erik Fosnes Hansen Buch “Das Löwenmädchen” vor. Ein Buch, mit dem ich echte Schwierigkeiten hatte. Erst gegen Ende gewinnt es etwas an Spannung und Tempo. Eine ausführliche, positive Beschreibung inkl. Inhaltsangabe findet man, wenn man auf das Cover klickt.

Dennoch war das Buch für mich Inspiration. An einem Punkt lernt Eva (sie hat Hirsutismus – sprich sie ist von oben bis unten behaart) heimlich das Morsen. Dieser Vorgang ist so schön beschrieben, daß in Ohren und Augen Bilder entstehen. Bei mir führte das zu einer neuen Streifen Tapete.

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Lesen meine Leidenschaft – eine kleine Literatur Auslese

Noch sind die Tage kurz und die Nächte lang. Was gibt es da schöneres als sich durch einen Berg Bücher zu “fressen”. Im folgenden finden Sie eine literarische Auswahl unserer momentanen Lieblings Lektüre. Lassen Sie sich von Barcelona über Sizilien, Birma, Sankt Petersburg bis hin nach Afghanistan entführen und genießen Sie die stillen Stunden mit einem guten Buch. Selbstverständlich eignen sich die vorgestellten Romane auch wunderbar zum Verschenken. Die passende Geschenk Grußkarte haben wir natürlich auch für Sie.

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Carlos Ruiz Zafón

Das Spiel des Engels

Fischer Verlag

Barcelona in den turbulenten Jahren vor dem Bürgerkrieg: Der junge David Martín fristet sein Leben als Autor von Schauergeschichten. Als ernsthafter Schriftsteller verkannt, von einer tödlichen Krankheit bedroht und um die Liebe seines Lebens betrogen, scheinen seine großen Erwartungen sich in nichts aufzulösen. Doch einer glaubt an sein Talent: Der mysteriöse Verleger Andreas Corelli macht ihm ein Angebot, das Verheißung und Versuchung zugleich ist. David kann nicht widerstehen und ahnt nicht, in wessen Bann er gerät – und in welchen Strudel furchterregender Ereignisse …
Mit unwiderstehlicher erzählerischer Kraft lockt uns Carlos Ruiz Zafón wieder auf den Friedhof der Vergessenen Bücher: mitten hinein in einen Kosmos voller Spannung und Fantastik, Freundschaft und Liebe, Schrecken und Intrige. In eine Welt, die vom diabolischen Wunsch nach ewiger Schönheit regiert wird.

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Andrea Camilleri

Die Pension Eva

rororo Verlag

Leichfüßig. Erotisch. Sizilianisch.

«Pension Eva» – so heißt das Bordell in der sizilianischen Stadt Vigàta. Hier hat der junge Nenè schon viele Stunden verbracht. Aber nicht, um mit den Frauen zu schlafen, sondern um sich ihre Geschichten erzählen zu lassen. Denn sie lehren ihn, das Leben zu verstehen. Und es gibt viel zu lernen für einen Jungen Mann im kriegsgeplagten Sizilien der vierziger Jahre.

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Amitav Ghosh

Der Glaspalast

btb Verlag

Faszinierende Familiensaga und dramatische Liebesgeschichte in einem, das ist der neue Roman von Amitav Gosh. “Der Doktor Schiwago des Fernen Osten” (INDEPENDENT ON SUNDAY) fand mit seinem farbenprächtigen Epos über Liebe und Krieg in einem exotischen Land auf der ganzen Welt begeisterte Leser und war auch bei den Kritikern ein Riesenerfolg. Dieser erste große Roman über das geheimnisumwitterte Birma erzählt die Geschichte des jungen Rajkumar, der in einer Imbissbude auf dem Markt von Mandalay 1885 Zeuge des Einmarsches der britischen Truppen wird. Entsetzt beobachtet er die Plünderung des Glaspalastes und muss mit ansehen, wie die Königsfamilie ins Exil gejagt wird. Im Gefolge sieht er die Dienerin Dolly und ist von ihrer Schönheit so bezaubert, dass er ihr Gesicht nie mehr vergisst …

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David Benioff

Stadt der Diebe

Heyne Verlag

Mit Stadt der Diebe gelang David Benioff ein modernes erzählerisches Meisterwerk, das Kritiker wie Leserschaft gleichermaßen in seinen Bann zog. Es ist ein fesselnder Abenteuerroman und zugleich die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei jungen Männern, die eine schier unlösbare Aufgabe zu erfüllen haben: Im belagerten, ausgehungerten Leningrad sollen sie ein Dutzend Eier auftreiben.

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Siri Hustvedt

Was ich liebte

rororo

Siri Hustvedt erzählt von zwei befreundeten Künstlerfamilien im New Yorker Stadtteil SoHo. Vom Aufbrechen und Ankommen, von Idealen und Lebensentwürfen, von Eltern und Kindern – und davon, wie ein tragischer Unfall ein sorgsam geplantes Glück jäh zerstört.

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Paul Torday

Lachsfischen im Jemen

Berlin Verlag

Ein englischer Wissenschaftler soll den größten Wunsch eines arabischen Scheichs erfüllen: eines Tages wilde Lachse im Hochland des Jemen schwimmen zu sehen. Geistreich und charmant verbindet Paul Torday in seinem Debüt britische Eleganz mit feiner Exzentrik, und ohne Anstrengung gelingt es ihm, das Fliegenfischen endlich zu dem zu machen, was es ist — ein exzellenter Romanstoff.
Scheich Muhammad ibn Zaidi bani Tihama, ein passionierter Fliegenfischer aus dem Jemen, hat einen Plan: Zum Wohle seines Heimatlandes sollen nordeuropäische Lachse in den Wadis des Wüstenstaates angesiedelt werden — koste es, was es wolle. Er beauftragt den britischen Wissenschaftler Dr. Alfred Jones mit dem Projekt. Jones gilt als internationale Größe in Sachen Lachs und Forellen. Gerade hat seine Publikation „Auswirkungen erhöhten Säuregehalts im Wasser auf die Larve der Köcherfliege“ unter den Lesern von Trout & Salmon, der größten Zeitschrift für Profifischer in England, eine hitzige Debatte ausgelöst, und auch sonst verbucht er beruflich nur Erfolge. Zuerst verwirft er die Idee als komplett absurd. Aber ein paar gewiefte Politiker erfahren von dem Vorhaben und erkennen in ihm eine Möglichkeit, die Medien von den unerfreulichen Nachrichten aus dem Nahen Osten abzulenken. Schon bald mischt sich Englands profilneurotischer Premierminister ein, und Dr. Jones muss sich darüber den Kopf zerbrechen, wie er es schafft, zehntausend schottische Lachse in die Wüste zu fliegen und sie zu überzeugen, das  sich in der sengenden Hitze genauso gut laichen lässt wie in den nebligen Highlands … Entgegen allen Vorzeichen gelingt es dem Scheich allmählich, Jones’ rationale Einwände zu Fall zu bringen — und dessen Frau Mary in Rage. Denn inzwischen hat der englische Fischereiexperte auch Harriet Chetwode-Talbot, die Immobilienberaterin des Scheichs, kennengelernt. Mit ihr begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise in den Jemen, und der schüchterne Wissenschaftler entwickelt eine Fähigkeit zur Liebe und zum Heldentum, die ihn selbst überrascht.
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Sándor Márai

Wandlungen einer Ehe

Piper Verlag

Vom Irrtum der Liebe.

Lüge und Leidenschaft, Sehnsucht und Vergänglichkeit – ein  weiteres Meisterwerk von Sándor Márai: ein Herr, eine Dame, ein Dienstmädchen. Das ist das Personal dieses großen Romans um Liebe und Betrug, um wahre und ersehnte Gefühle, um Aufrichtigkeit und Befangenheit in gesellschaftlicher Konvention. Zugleich ist es ein Abgesang auf die großbürgerliche mitteleuropäische Welt.

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Jeannette Walls

Schloss aus Glas

Diana Verlag

Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr.

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Philip Roth

Der menschliche Makel

rororo

Im Jahr 1998, als Amerika sich angesichts der drohenden Amtsenthebung seines Präsidenten einer Ekstase der Scheinheiligkeit hingibt, wird in einem
neuenglischen Städtchen Coleman Silk, ein in Eh-
ren ergrauter Professor für klassische Literatur,
zum Rücktritt gezwungen. Der gegen ihn erhobene Vorwurf lautet, er sei ein Rassist. Dieser Vorwurf ist falsch, doch die Wahrheit über Silk würde selbst seine unerbittlichsten Feinde überraschen.

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John von Düffel

Houwelandt

dtv

Eine Familiengeschichte von dramatischer Raffinesse. John von Düffel erzählt von drei Generationen der Familie Houwelandt. Großvater Jorge, der Asket und Patriarch, sieht nach einem mit unerbittlichem Stolz gelebten Leben an der Seite seiner Frau Esther seinem achtzigsten Geburtstag entgegen. Den Familiensitz im Norden Deutschlands haben die beiden schon lange mit der spanischen Küste vertauscht, denn das Meer ist Jorges Lebenselixier.

Das Elternhaus verwaltet sein Sohn Thomas, der sich als gescheiterte Existenz empfindet und am väterlichen Starrsinn zu zerbrechen droht. Sein einziger Sohn Christian wiederum hat den Großvater kaum je gesehen und möchte allen familiären Verstrickungen und Verlogenheiten am liebsten aus dem Weg gehen. Doch Jorges Ehefrau Esther plant eine große Geburtstagsfeier für ihn, in Deutschland, um die versprengte Familie endlich einmal zusammenzubringen. Je näher das Fest rückt, desto unausweichlicher sieht sich jeder der Houwelandts mit der Vergangenheit konfrontiert – der eigenen und der der Familie.

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John Banville

Athena

Kiepenheuer und Witsch

Morrow ist kein unbeschriebenes Blatt. Er hat im Gefängnis gesessen, war gewalttätig, hat Frau und Kinder verloren. Nun hat er seinen Namen geändert, wie schon häufiger.
Geldsorgen hat er keine mehr seit ihm Tante Corky ihr gesamtes Vermögen hinterlassen, nachdem er sie in den letzten Wochen bei sich aufgenommen hatte. Tante Corky war nicht seine richtige Tante, und Morrow weiß nicht, wer sie  wirklich war, welche ihrer Geschichten der Wahrheit entsprechen.

Doch eigentlich drehen sich seine Gedanken nur um seine Geliebte A., die er eines Tages kennen gelernt hatte, die ihn mitnahm in Mordens Haus. Eine Frau, der er mit jeder Faser verfiel, und deren Geheimnis er noch imer nicht zu lüften vermag. Morden hatte ihn in dieses Haus geholt, um Gutachten abzugeben über einige Bilder niederländischer Maler zu klassifizieren. Bilder, die gestohlen waren, wie er später erfährt.

Morrow wird in einen Sumpf hineingezogen, aus dem er sich nicht befreien kann. Jetzt, da alles zu spät ist, versucht er zu rekapitulieren, was passiert ist. Und er sucht weiter nach A.. »Schreib mir«, hatte sie ihm beim Abschied gesagt, ohne eine Adresse zu hinterlassen. Und Morrow schreibt.

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Sten Nadolny

Die Entdeckung der Langsamkeit

Piper Verlag

Der Langsame sieht mehr.

Seit seiner Kindheit träumt John Franklin davon, zur See zu fahren, obwohl er dafür denkbar ungeeignet ist, denn in allem, was er tut, ist er extrem langsam. Doch was er einmal erfaßt hat, vergißt er nicht mehr. Er geht zur Marine und erlebt den Krieg. Insgeheim aber träumt er von friedlichen Fahrten auf See und von der Entdeckung der legendären Nordwestpassage. Als Kommandant eines Schiffes begibt er sich auf die Suche … Sten Nadolnys vielfach preisgekrönter Bestseller über den englischen Nordpolfahrer John Franklin: eine Studie über die Kunst der Langsamkeit, die dem Rhythmus des Lebens Sinn gibt.

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Khaled Hosseini

Drachenläufer

Bloomsbury Verlag
Drachenläufer erzählt vom Schicksal der beiden Jungen Amir und Hassan und ihrer unglücklichen Freundschaft. Eine dramatische Geschichte von Liebe und Verrat, Trennung und Wiedergutmachung vor dem Hintergrund der jüngsten Vergangenheit Afghanistans.
Afghanistan 1975: ein Land im Schatten der Geschichte. In Kabul wächst der zwölfjährige Amir auf, der unbedingt einen Wettbewerb im Drachensteigen gewinnen will, um seinem Vater seine Stärke zu beweisen. Dazu braucht er die Hilfe seines Freundes Hassan. Hassans Vater ist der Diener von Amirs Vater. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft verbindet die beiden Jungen eine innige Freundschaft, die allen Herausforderungen aus der Nachbarschaft standhält. Bis am Ende des erfolgreichen Wettkampfs diese Freundschaft von Amir auf schreckliche Weise verraten wird. Diese Tat verändert das Leben beider dramatisch, ihre Wege trennen sich, während das Land gleichzeitig seiner Zerstörung entgegengeht. Viele Jahre später kehrt der erwachsene Amir aus dem Ausland in seine Heimatstadt Kabul zurück, um seine Schuld zu tilgen. Der Leser wird Zeuge der dramatischen Schicksale der beiden Jungen, ihrer Väter und Freunde, und erlebt ihre Liebe und ihre Lügen, ihre Trennung und Wiedergutmachung. Drachenläufer ist ein bemerkenswertes Debüt.
»An einem eiskalten, bedeckten Wintertag des Jahres 1975 wurde ich — im Alter von zwölf Jahren — zu dem, der ich heute bin. Ich erinnere mich noch genau an den Moment: Ich hockte hinter einer bröckelnden Lehmmauer und spähte in die Gasse, die in der Nähe des zugefrorenen Baches lag. Viel Zeit ist inzwischen vergangen, aber das, was man über die Vergangenheit sagt, dass man sie begraben kann, stimmt nicht. So viel weiß ich nun. Die Vergangenheit wühlt sich mit ihren Krallen immer wieder hervor.« Eine bewegende Geschichte über Freundschaft und Verrat aus dem heutigen Afghanistan.
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Wunderschöne Weihnachtsgedichte für eine gesegnete Weihnachtszeit

Was wäre die Weihnachtszeit ohne Weihnachtsgedichte, Kerzen und Weihnachtsgebäck? An das ein oder andere Gedicht aus der eigenen Kinderzeit erinnert man sich vielleicht noch, aber die meisten haben sich im Dunst der Erinnerung verloren. Nun, wir haben einige für Sie wieder ausgegraben und alphabetisch sortiert. Jetzt bleibt uns nur Ihnen einen wunderbare besinnliche Adventszeit zu wünschen – mögen diese Gedichte dazu beitragen den Geist der Weihnacht auch in ihrem Herzen zum Strahlen zu bringen.

Weihnachtsgedicht

Advent

(Unbekannt)
Advent das ist die stille Zeit, Weihnachtskarte
die Tage schnell verrinnen.
Das Fest der Liebe ist nicht weit,
fangt an euch zu besinnen!
Es gab wohl manchmal Zank und Streit
ihr habt euch nicht vertragen,
vergesst das Jetzt und seid bereit,
euch wieder zu vertragen.
Denn denk nicht nur an’s eigene Glück,
du solltest danach streben,
und anderen Menschen auch ein Stück
von deiner Liebe geben.
Der eine wünscht sich Ruhm und Geld,
die Wünsche sind verschieden.
Ich wünsche für die ganze Welt
nur Einigkeit und Frieden
Weihnachtsgedicht

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…

(Volksgut)

Advent, Advent,
ein Lichtlein brennt!
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür!

Weihnachtsgedicht
Weihnachtskarte

Am Weihnachtstag

(Annette von Droste-Hülshoff )

Still ist die Nacht; in seinem Zelt geborgen,
der Schriftgelehrte späht mit finstren Sorgen,
wann Judas mächtiger Tyrann erscheint;
den Vorhang lüftet er, nachstarrend lange
dem Stern, der gleitet über Äthers Wange,
wie Freudenzähre, die der Himmel weint.

Und fern vom Zelte über einem Stalle,
da ist’s, als ob aufs nied’re Dach er falle;
in tausend Radien sein Licht er gießt.
Ein Meteor, so dachte der Gelehrte,
als langsam er zu seinen Büchern kehrte. Weihnachtskarte
O weißt du, wen das nied’re Dach umschließt?

In einer Krippe ruht ein neugeboren
und schlummernd Kindlein; wie im Traum verloren
die Mutter knieet, schlichter Mann rückt tief erschüttert
das Lager ihnen; seine Rechte zittert
dem Schleier nahe um den Mantel noch.

Und an der Türe steh’n geringe Leute,
mühsel’ge Hirten, doch die ersten heute,
und in den Lüften klingt es süß und lind,
verlor’ne Töne von der Engel Liede:
“Dem Höchsten Ehr’ und allen Menschen Friede,
die eines guten Willens sind.”

Weihnachtsgedicht

Anbetung der Hirten

(Ludwig Thoma)

Um Bethlehem ging ein kalter Wind,
Im Stall war das arme Christuskind. Weihnachtskarte
Es lag auf zwei Büschel Grummetheu,
Ein Ochs und ein Esel standen dabei.

Die Hirten haben es schon gewisst,
Dass selbiges Kindlein der Heiland ist.
Denn auf dem Felde und bei der Nacht
Hat ‘s ihnen ein Engel zugebracht.

Sie haben gebetet und sich gefreut,
Und einer sagte: Ihr lieben Leut’,
Ich glaub’s wohl, dass er bei Armen steht,
Schon weil’s ihm selber so schlecht ergeht.

Weihnachtsgedicht

Christkind

(Peter Cornelius)

Das einst ein Kind auf Erden war, Weihnachtskarte
Christkindlein kommt noch jedes Jahr.

Kommet vom hohen Sternenzelt,
freut und beglücket alle Welt!

Mit Kindern feiert’s froh den Tag,
wo Christkind in der Krippe lag;

Den Christbaum zündet’s überall,
weckt Orgelklang und Glockenschall.

Christkindlein kommt zu arm und reich,
die Guten sind ihm alle gleich.

Danket ihm denn und grüßt es fein,
auch euch beglückte Christkindlein!

Weihnachtsgedicht

Weihnachtskarte

Christkind im Walde

(Ernst von Wildenbruch)

Christkind kam in den Winterwald,
der Schnee war weiß, der Schnee war kalt.
Doch als das heil’ge Kind erschien,
fing’s an, im Winterwald zu blühn.

Christkindlein trat zum Apfelbaum,
erweckt ihn aus dem Wintertraum.
“Schenk Äpfel süß, schenk Äpfel zart,
schenk Äpfel mir von aller Art!”

Weihnachtskarte

Der Apfelbaum, er rüttelt sich,
der Apfelbaum, er schüttelt sich.
Da regnet’s Äpfel ringsumher;
Christkindlein’s Taschen wurden schwer.

Die süßen Früchte alle nahm’s,
und so zu den Menschen kam’s.
Nun, holde Mäulchen, kommt, verzehrt,
was euch Christkindlein hat beschert!

Weihnachtsgedicht

Christmette

(Ludwig Thoma)

Weihnachtskarte

So wissen wir, dass Jesus Christ
In einem Stall geboren ist
Zu Bethlehem bei kalter Nacht.
Kein Reicher hat nicht aufgemacht.

Die lagen all im weichen Bett.
Dass auf der harten Liegerstätt’
Das Kindlein in der Krippe fror,
Kam ihnen nicht betrübsam vor.

Sie hielten es für gar gering,
Wie dass es kleinen Leuten ging.
Was geht sie heut’ das Wunder an?
Nur Armen ward es kundgetan.

Weihnachtsgedicht

Christnacht

(Ferdinand von Saar )

Wieder mit Flügeln, aus Sternen gewoben,
Senkst du herab dich, o heilige Nacht;
Was durch Jahrhunderte Alles zerstoben –
Du noch bewahrst deine leuchtende Pracht!

Ging auch der Welt schon der Heiland verloren,
Der sich dem Dunkel der Zeiten entrang,
Wird er doch immer auf’s neue geboren,
Nahst du, Geweihte, dem irdischen Drang.

Weihnachtskarte Weihnachtskarte

Selig durchschauernd kindliche Herzen,
Bist du des Glaubens süßester Rest;
Fröhlich begangen bei flammenden Kerzen,
Bist du das schönste, das menschlichste Fest.

Leerend das Füllhorn beglückender Liebe,
Schwebst von Geschlecht zu Geschlecht du vertraut –
Wo ist die Brust, die verschlossen dir bliebe,
Nicht dich begrüßte mit innigstem Laut?

Und so klingt heut’ noch das Wort von der Lippe,
Das einst in Bethlehem preisend erklang,
Strahlet noch immer die liebliche Krippe –
Tönt aus der Ferne der Hirten Gesang…

Was auch im Sturme der Zeiten zerstoben –
Senke herab dich in ewiger Pracht,
Leuchtende du, aus Sternen gewoben,
Frohe, harzduftende, heilige Nacht!

Weihnachtsgedicht

Das Gedicht vom Plätzchen backen

(Unbekannt)
Wir haben gebacken, wir haben geschafft, Weihnachtskarte
wir haben gerührt mit aller Kraft,
damit der Teig auch richtig wird,
haben wir Mehl hineingerührt.
Die Plätzchen sollen köstlich sein,
drum müssen Eier und Milch hinein.
Als der Teig fertig war und gut gerochen,
haben wir Plätzchen ausgestochen
und schoben sie dann, denn das muss sein,
auf dem Backblech in den Ofen hinein.
Jetzt sehen Mutti und ich zu Haus
noch mehliger als die Plätzchen aus.
Weihnachtsgedicht

Der armen Kinder Weihnachtslied

(Otto Julius Bierbaum)

Hört, schöne Herrn und Frauen,
Die ihr im Lichte seid:
Wir kommen aus dem Grauen,
Dem Lande Not und Leid;
Weh tun uns unsre Füße
Und unsre Herzen weh,
Doch kam uns eine süße
Botschaft aus Eis und Schnee.
Es ist ein Licht erglommen,
Und uns auch gilt sein Schein. Weihnachtskarte
Wir habens wohl vernommen:
Das Christkind ist gekommen
Und soll auch uns gekommen sein.

Drum gehn wir zu den Orten,
Die hell erleuchtet sind,
Und klopfen an die Pforten:
Ist hier das Christuskind?
Es hat wohl nicht gefunden
Den Weg in unsre Nacht,
Drum haben wir mit wunden
Füßen uns aufgemacht,
Dass wir ihm unsre frommen
Herzen und Bitten weihn.
Wir habens wohl vernommen:
Das Christkind ist gekommen
Und soll auch uns gekommen sein.

So lasst es uns erschauen,
Die ihr im Lichte seid!
Wir kommen aus dem Grauen,
Dem Lande Not und Leid;
Wir kommen mit wunden Füßen,
Doch sind wir trostgemut:
Wenn wir das Christkind grüßen,
Wird alles, alles gut.
Der Stern, der heut erglommen,
Gibt allen seinen Schein:
Das Christkind ist gekommen! –
Die ihr es aufgenommen,
O, lasst auch uns zu Gaste sein!

Weihnachtsgedicht

Der Bratapfel

(Volksgut)
Kinder kommt und ratet,
was im Ofen bratet.
Hört wie’s knallt und zischt,
bald wird er aufgetischt,
der Zipfl, der Zapfl,
der Kipfl, der Kapfl,
der gelbrote Apfel.Kinder lauft schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel,
sperrt auf den Schnabel,
für den Zipfl, den Zapfl,
den Kipfl, den Kapfl,
den goldbraunen Apfel.
Weihnachtsgedicht

Der Christbaum

(Franz Grillparzer)

WeihnachtskarteSo ist ein Jahr denn nun vorbeigegangen,
Seit uns der Christbaum eben hier vereint,
Und manches dachte still wohl mit Verlangen,
Ob uns ein gleicher Tag auch nächstes Jahr erscheint?

Der Priester, der uns etwa gern erfreute,
Er ist nicht reich, das Beste denn gebricht,
Und ob ihm beistehn wohlgesinnte Leute,
Wir hoffens wohl, allein wir wissens nicht.

Und siehe da, zu gleichgemessnen Zeiten
Eröffnet sich von neuem auch der Saal:
WeihnachtskarteIhr seht schon die Geschenke dort von weiten
Und alles glänzt in heller Lichter Strahl.

Ihr Kinder, so wie hier ists auch im Leben,
Das voll von Müh und Sorgen aller Art,
Doch jedem ist ein Christbaum auch gegeben,
Wenn er nur ruhig hofft und gläubig harrt.

Vor allem aber zähmt den Eigenwillen,
Denn der die Gaben gibt und uns beschert,
Er kennt das Gute und er sorgt im stillen
Nicht nach dem Schein, er gibt nur nach dem Wert.
Weihnachtskarte
Der eine wollte Spielzeug und statt dessen
Wird ihm ein Kleid, das vor der Kälte schützt;
Der andre möchte Leckereien essen,
Er findet Speise, die nur nährt und nützt.

Wenn er zurückweist nun die fromme Gabe,
Muss warten er oft länger als ein Jahr,
Und mancher ging als Bettler schon zu Grabe,
Weil er nicht nahm, was ihm beschieden war.

Drum, Kinder, bleibt auch Kinder. Zwar bei weiten
WeihnachtskarteAn Einsicht etwa nicht und an Verstand,
Denn ihr sollt lernen, fort in jedem schreiten,
Zum Nutzen euch, den Eltern und dem Land.

Allein im Herzen, in des Innern letzter Mitte,
Bleib euch ein Teil von dem, was jetzt ihr seid,
Gehorsam, der nun zügelt eure Schritte,
Ein warmes Fühlen und Genügsamkeit.

Dann kommt der Tag, seid dessen nur nicht bange,
Der euch schon hier für alles schadlos hält,
Und zögerte der Christbaum gar zu lange,
Die Weihnacht dann in einer bessern Welt.

Weihnachtsgedicht

Der Stern

(Wilhelm Busch)

Hätt einer auch fast mehr Verstand
als die drei Weisen aus Morgenland
und ließe sich dünken, er wär wohl nie,
dem Sternlein nachgereist wie sie;
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen läßt,
fällt auch auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht,
ein freundlicher Strahl:
Des Wundersternes von dazumal.

Weihnachtsgedicht Weihnachtskarte

Der Weihnachtsbaum

(Richard Dehmel)

Strahlend, wie ein schöner Traum,
steht vor uns der Weihnachtsbaum.
Seht nur, wie sich goldenes Licht
auf der zarten Kugeln bricht.
“Frohe Weihnacht” klingt es leise
und ein Stern geht auf die Reise.
Leuchtet hell vom Himmelszelt –
hinunter auf die ganze Welt.
Weihnachtsgedicht

Ein Zweig Tannengrün

(Hermann Claudius)

Und hast du Weihnachten nicht mehr,
nimm einen Zweig vom Tannengrün
und lass ein Lichtlein darauf glüh´n
und such nicht lange hin und her.
Von Gottes großer, heiliger Ruh`
gebraucht der Mensch sein heimlich´ Stück,
taucht in All-Ewigkeit zurück-
und dieses Stücklein brauchst auch du.
Horch, Kinderstimmen klingen fern!
Das Lichtlein zuckt im leisen Wind.
Du fühlst dich selber wieder Kind
und wie auf einem seligen Stern …
Weihnachtsgedicht

Eine Weihnachtsstunde

(Unbekannt)

Lass, Liebster, die Lampe noch stehen
und rücke mit mir zum Kamin,
und lass in die Flammen uns sehen
und lauschen dem Zauber darin!

Und lege dein Haupt ans Herz mir Weihnachtskarte
und blicke nicht traurig drein,
dass wir am Heiligen Abend
im Dunkeln sitzen! allein!

Horch, wie im Ofen wispert
die Glut ihr heimlich Lied!
schau, wie ein Lichterreigen
über die Diele zieht!

Draus schwillt’s wie ein Singen und Weben
von Märchenherrlichkeit,
drin spielt’s wie ein Schwingen und Schweben
von Träumen der Kinderzeit:

als wir noch fromm gebetet
zum lieben Jesuchrist,
der für uns arme Sünder
vom Himmel kommen ist, –

als wir noch nicht verstanden,
warum auf Golgatha
ein brechend Menschenauge
einst mild zur Erde sah.

Und denke der großen Liebe,
die treu bis in den Tod
gerungen und gelitten
für all der Brüder Not!

Und denke des großen Glaubens, Weihnachtskarte
den Er zur Menschheit trug
noch in der letzten Stunde,
da man ans Kreuz ihn schlug!

Und blicke nicht trüb, mein Liebster,
dass Du noch ringst allein!
und hoffe wie Er, dass einstens
die Goldne Zeit wird sein! – –

Nun sehe dein Auge ich leuchten
und strahlen Eigne Glut,
nun richtet das Haupt dir wieder
empor der alte Mut.

Du bist mein Stolzer, mein Starker!
du führst es Alles aus!
Oh gründe und baue nur weiter
an deinem stolzen Haus! –

Und übers Jahr ist’s anders –
neig’ her dein Ohr geschwind:
da schmücken wir ein Bäumchen
für ein lieb Menschenkind.

Weihnachtsgedicht

Es treibt der Wind im Winterwalde…

(Rainer Maria Rilke)

WeihnachtskarteEs treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt,
und manche Tanne ahnt, wie balde
Sie fromm und lichterheilig wird,

Sie lauscht hinaus. Den weissen Wegen
streckt sie die Zweige hin bereit,
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.

Weihnachtsgedicht

Fängt es im Winter zu schneien an

(Ringelnatz)

Fängt es im Winter zu schneien an,
so schneit es nichts als Marzipan,
Rosinen auch und Mandel.
Und wer sie gerne knabbern mag,
der hat ‘nen guten Handel.

Weihnachtsgedicht

Herein

(Karl Gerok)

Das Glöcklein erklingt: Ihr Kinder, herein!
Kommt alle, die Türe ist offen!
Da steh’n sie, geblendet vom goldigen Schein,
von Staunen und Freude betroffen.
Wie schimmert und flimmert von Lichtern der Baum! Weihnachtskarte
Die Gaben zu greifen, sie wagen’s noch kaum,
sie steh’n wie verzaubert in seligem Traum. –
So nehmt nur mit fröhlichen Händen,
ihr Kleinen, die köstlichen Spenden!

Und mächtig ertönen die Glocken im Chor,
zum Haufe des Herrn uns zu rufen:
Das Fest ist bereitet und offen das Tor,
heran zu den heiligen Stufen!
Und steht ihr geblendet vom himmlischen Licht,
und fasst ihr das Wunder, das göttliche, nicht:
Ergreift, was die ewige Liebe verspricht,
und lasst euch den seligen Glauben,
ihr Kinder des Höchsten, nicht rauben!

Und hat er die Kinder nun glücklich gemacht,
die großen so gut wie die kleinen,
dann wandert der Engel hinaus in die Nacht,
um anderen zum Gruß zu erscheinen.
Am Himmel, da funkeln die Sterne so klar,
auf Erden, da jubelt die fröhliche Schar. –
So tönen die Glocken von Jahr zu Jahr,
so klingt es und hallt es auch heute,
o seliges Weihnachtsgeläute!

Weihnachtsgedicht

Knecht Ruprecht

Von drauß, vom Walde komm ich her;
ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
sah ich goldene Lichtlein sitzen,
und droben aus dem Himmelstor
sah mit großen Augen das Christkind hervor.
Und wie ich so strolcht durch den finsteren Tann, Weihnachtskarte Weihnachtskarte
da rief’s mich mit heller Stimme an:
“Knecht Ruprecht”, rief es, “alter Gesell,
hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Himmelstor ist aufgetan,
Alte und Junge sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn;
und morgen flieg’ ich hinab zu Erden,
denn es soll wieder Weihnachten werden!”
Ich sprach: “O lieber Herre Christ, Weihnachtskarte Weihnachtskarte
meine Reise fast zu Ende ist;
ich soll nur noch in diese Stadt,
wo’s eitel gute Kinder hat.”
“Hast denn das Säcklein auch bei dir?”
Ich sprach: “Das Säcklein, das ist hier;
denn Äpfel, Nuß und Mandelkern
essen fromme Kinder gern.”
“Hast denn die Rute auch bei dir?”
Ich sprach: “Die Rute, die ist hier;
doch für die Kinder nur, die schlechten,
die trifft sie auf den Teil, den rechten.”
Christkindlein sprach: “So ist es recht;
so geh mit Gott, mein treuer Knecht!”
Von drauß, vom Walde komm ich her;
ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich’s hierinnen find’!
Sind’s gute Kind, sind’s böse Kind?

Weihnachtsgedicht

Knecht Ruprecht, du trägst huckepack…

(Volksgut)

Knecht Ruprecht, du trägst huckepack
auf deinem Rücken einen Sack.
Sag, sind darin auch Pfefferkuchen?
Die möchte ich schrecklich gern versuchen!

Weihnachtsgedicht

Lieber guter Weihnachtsmann

(Unbekannt)

Weihnachtskarte

Lieber, guter Weihnachtsmann,
zieh die langen Stiefel an,
kämme deinen weißen Bart,
mach dich auf die Weihnachtsfahrt.
Komm doch auch in unser Haus,
packe die Geschenke aus.
Ach, erst das Sprüchlein wolltest du?
Ja, ich kann es, hör mal zu:
Lieber, guter Weihnachtsmann,
guck mich nicht so böse an.
Stecke deine Rute ein,
will auch immer artig sein!
Weihnachtsgedicht

Morgen kommt der Weihnachtsmann…

(Hoffmann von Fallersleben )

Morgen kommt der Weihnachtsmann,
Kommt mit seinen Gaben,
Trommel, Pfeifen und Gewehr, Weihnachtskarte
Fahn’ und Säbel, und noch mehr,
Ja, ein ganzes Kriegesheer
Möcht’ ich gerne haben.

Bring’ uns lieber Weihnachtsmann,
Bring’ auch morgen, bringe
Musketier und Grenadier,
Zottelbär und Panthertier,
Ross und Esel, Schaf und Stier,
Lauter schöne Dinge!

Doch du weißt ja unsern Wunsch,
Kennst ja uns’re Herzen.
Kinder, Vater und Mama,
Auch sogar der Großpapa,
Alle, alle sind wir da,
Warten dein mit Schmerzen.

Weihnachtsgedicht

Weihnachtskarte

Niklaus, Niklaus, heiliger Mann

(Unbekannt)
Niklaus, Niklaus, heiliger Mann,
zieh die Sonntagsstiefel an,
reis damit nach Spanien,
kauf Äpfel, Nüss, Kastanien.
Bring den kleinen Kindern was,
lass die Großen laufen,
die können sich selbst was kaufen.
Stell das Schimmelchen untern Tisch,
damit es Heu und Hafer frisst,
Heu und Hafer frisst es nicht,
Zucker und Plätzchen kriegt es nicht.
Weihnachtsgedicht

Nikolaus, du guter Mann…

(Volksgut)

Du musst dich sicher plagen,
den schweren Sack zu tragen.
Drum, lieber Nikolaus,
pack ihn doch einfach aus.

Weihnachtsgedicht

Raureif vor Weihnachten

(Anna Ritter)

Das Christkind ist durch den Wald gegangen,
Sein Schleier blieb an den Zweigen hangen,
Da fror er fest in der Winterluft
Und glänzt heut´morgen wie lauter Duft.

Ich gehe still durch des Christkinds Garten, Weihnachtskarte Weihnachtskarte
Im Herzen regt sich ein süß Erwarten:
Ist schon die Erde so reich bedacht,
Was hat es mir da erst mitgebracht!

Weihnachtsgedicht

Verse zum Advent

(Theodor Fontane)

Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon Weihnachtskarte Weihnachtskarte
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.

Weihnachtsgedicht
Weihnachtskarte

Vom Christkind

(Anne Ritter)

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
mit rotgefrorenem Näschen.
Die kleinen Hände taten ihm weh,
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her.
Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihr Naseweise, ihr Schelmenpack-
denkt ihr, er wäre offen, der Sack?
Zugebunden, bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin!
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!

Weihnachtsgedicht

Vor Weihnachten

(Karl Gerok)

Die Kindlein sitzen im Zimmer
– Weihnachten ist nicht mehr weit –
bei traulichem Lampenschimmer
und jubeln: “Es schneit, es schneit!”

Das leichte Flockengewimmel,
es schwebt durch die dämmernde Nacht
herunter vom hohen Himmel
vorüber am Fenster so sacht.

Und wo ein Flöckchen im Tanze Weihnachtskarte
den Scheiben vorüberschweift,
da flimmert’s in silbernem Glanze,
vom Lichte der Lampe bestreift.

Die Kindlein sehn’s mit Frohlocken,
sie drängen ans Fenster sich dicht,
sie verfolgen die silbernen Flocken,
die Mutter lächelt und spricht:

“Wisst, Kinder, die Engelein schneidern
im Himmel jetzt früh und spät;
an Puppenbettchen und Kleidern
wird auf Weihnachten genäht.

Da fällt von Säckchen und Röckchen
manch silberner Flitter beiseit,
von Bettchen manch Federflöckchen;
auf Erden sagt man: es schneit.

Und seid ihr lieb und vernünftig,
ist manches für euch auch bestellt;
wer weiß, was Schönes euch künftig
vom Tische der Engelein fällt!”

Die Mutter spricht’s; – vor Entzücken
den Kleinen das Herz da lacht;
sie träumen mit seligen Blicken
hinaus in die zaubrische Nacht.

Weihnachtsgedicht

Vorweihnacht

(Volksgut)
Bald ist Weihnacht, wie freu ich mich frauf
da putzt und sie mutter ein Bäumlein schön aud,
es glänzen die Äpfel, es funkeln die Stern,
wie hab’n wir doch alle das Weihnachtsfest gern
Weihnachtsgedicht

Weihnachten bei den Großeltern

(Jakob Loewenberg)

Heut Abend, als wir zu euch gingen,
da war in der Luft ein leises Klingen,
da war ein Rauschen, man wusst’ nicht woher,
als ob man in einem Tannenwald wär,
da huschte vorüber und ging nicht aus
ein heimliches Leuchten von Haus zu Haus.
Der Mond kam über die Dächer gesprungen: Weihnachtskarte Weihnachtskarte
“Wohin noch so spät, ihr kleinen Jungen?
Ihr müsst ja zu Bett, was fällt euch ein?”
und lachte uns an mit vollem Schein.
Da lachten wir wieder: “Du alter Klöner,
heut Abend ist alles anders und schöner.
Und glaubst du’s nicht, kannst mit uns gehen,
da wirst du ein blaues Wunder sehn.”
Da sprang er leuchtend uns voran,
bei diesem Hause hielt er an.
Wir gingen hinein mit froher Begier,
und Klingen und Rauschen und Leuchten ist hier.

Weihnachtsgedicht

Weihnachtsabend

(von Theodor Storm)
Die fremde Stadt durchschritt ich sorgenvoll,
der Kinder denkend, die ich ließ zu Haus.
Weihnachten war’s; durch alle Gassen scholl
der Kinder Jubel und des Markts Gebraus.
Und wie der Menschenstrom mich fortgespült,
drang mir ein heiser Stimmlein an das Ohr: Weihnachtskarte
“Kauft, lieber Herr!” Ein mageres Händchen hielt
feilbietend mir ein ärmlich Spielzeug vor.
Ich schrak empor, und beim Laternenschein
sah ich ein bleiches Kinderangesicht;
wes Alters und Geschlechts es mochte sein,
erkannt’ ich im Vorübertreiben nicht.
Nur von dem Treppenstein, darauf es saß,
noch immer hört ich, mühsam, wie es schien:
“Kauft, lieber Herr!” den Ruf ohn’ Unterlass;
doch hat wohl keiner ihm Gehör verliehn.Und ich?
War’s Ungeschick, war es die Scham,
am Weg zu handeln mit dem Bettelkind?
Eh’ meine Hand zu meiner Börse kam,
verscholl das Stimmlein hinter mir im Wind.
Doch als ich endlich war mit mir allein
erfasste mich die Angst im Herzen so,
als säß’ mein eigen Kind auf jenem Stein
und schrie nach Brot, indessen ich entfloh.
Weihnachtsgedicht

Weihnachtsbaum

(Ernst Moritz Arndt)

Prangst du, schöner Weihnachtsbaum, Weihnachtskarte
Meiner Kindheit goldner Traum?
Strahlst du, süßes Himmelslicht,
Das die Heidenwelt durchbricht?
Bist du, Sehnsucht aller Frommen,
Heut zur Welt herabgekommen?

Ja, es kam ein Kindlein klein,
Dass wir sollten selig sein:
Denn aus diesem Kindlein klein
Glänzte heller Gottesschein,
Engel klangen Jubellieder
Auf die dunkle Erde nieder.

Herrlich ging der Morgenstern
Alles Lichtes auf vom Herrn.
Über alle Welten weit
Jauchzt und klingt und singt es heut
Hell aus Millionen Seelen,
Was die Engel sich erzählen. Weihnachtskarte

Schau’ mein Herz, schau fromm und still
Was der Baum dir sagen will:
Dass der süsse Jesus Christ
Heut zu uns gekommen ist,
Dass, dem alle Engel dienen,
Als dein Bruder ist erschienen.

Bete, schaue fromm und still,
Was der Baum dir sagen will:
Hell wie dieses Tages Schein,
Hoch und hell und klar und rein
Soll der Christen fröhlich Leben
Von der Erd’ zum Himmel schweben.

Weihnachtsgedicht

Weihnachtssprüchlein

(Gustav Falke)
Nun leuchten wieder die Weihnachtskerzen
und wecken Freude in allen Herzen.
Ihr lieben Eltern, in diesen Tagen,
was sollen wir singen, was sollen wir sagen?
Wir wollen Euch wünschen zum heiligen Feste
vom Schönen das Schönste, vom Guten das Beste!
Wir wollen Euch danken für alle Gaben
und wollen euch immer noch lieber haben.
Weihnachtsgedicht

Weihnachtslied

(Max von Schenkendorf )

WeihnachtskarteBrich an du schönes Morgenlicht!
Das ist der alte Morgen nicht,
Der täglich wiederkehret.
Es ist ein Leuchten aus der Fern’,
Es ist ein Schimmer, ist ein Stern,
Von dem ich längst gehöret.

Nun wird ein König aller Welt,
Von Ewigkeit zum Heil bestellt,
Ein zartes Kind geboren.
Der Teufel hat sein altes Recht
WeihnachtskarteAm ganzen menschlichen Geschlecht
Verspielt schon und verloren.

Der Himmel ist jetzt nimmer weit,
Es naht die sel’ge Gotteszeit,
Der Freiheit und der Liebe.
Wohlauf, du frohe Christenheit!
Dass Jeder sich nach langem Streit
In Friedenswerken über.

Ein ewig festes Liebesband
Hält jedes Haus und jedes Land
WeihnachtskarteUnd alle Welt umfangen,
Wir alle sind ein heil’ger Stamm,
Der Löwe spielet mit dem Lamm,
Das Kind am Nest der Schlangen.

Wer ist noch, welcher sorgt und sinnt?
Hier in der Krippe liegt ein Kind
Mit lächelnder Geberde.
Wir grüßen dich du Sternenheld!
Willkommen Heiland aller Welt!
Willkommen auf der Erde!

Weihnachtsgedicht

Weihnachtsschnee

(Paula Dehmel)

Ihr Kinder, sperrt die Näschen auf,
Es riecht nach Weihnachtstorten;
Knecht Ruprecht steht am Himmelsherd
Und bäckt die feinsten Sorten.

Ihr Kinder, sperrt die Augen auf, Weihnachtskarte Weihnachtskarte
Sonst nehmt den Operngucker:
Die große Himmelsbüchse, seht,
Tut Ruprecht ganz voll Zucker.

Er streut – die Kuchen sind schon voll –
Er streut – na, das wird munter:
Er schüttelt die Büchse und streut und streut
Den ganzen Zucker runter.

Ihr Kinder sperrt die Mäulchen auf,
Schnell! Zucker schneit es heute;
Fangt auf, holt Schüsseln – ihr glaubt es nicht?
Ihr seid ungläubige Leute!


Alles Käse oder was?

Im Leben des Edward Trencom dreht sich alles um Käse. Käsesorten mit denen Sie, im Zweifelsfall, den Käsehändler Ihres Vertrauens in den Wahnsinn treiben würden. Aber Edward Trencom ist eben Spezialist auf dem Gebiet der gegorenen Milch. Das hat er nicht zuletzt seiner Nase zu verdanken. Einem dominanten Organ, das bereits seit Generationen vererbt wird. Nur, daß es ursprünglich nicht, für das nasale Abschmecken von Käse gedacht war.
Giles Milton lässt einen auf amüsant, spannende weise, zusammen mit Mr. Trencom, seine käsereiche Familiengeschichte und das damit verbundene Schicksal erforschen.

Am besten ist das, bei Goldmann erschienene Buch, mit einer ordentlichen Scheibe Brot zu genießen. Das passende Rezept dazu finden Sie hier.


Eine Kinderbuch Auslese aus dem Moritz Verlag

Seit wir einmal auf der Leipziger Messe dem Kopf hinter dem Moritz Verlag trafen, sind wir regelrechte Jünger dieses kleinen Verlagshauses. Mit Hingabe und Liebe zum Detail entwickelt das Team des Verlages zusammen mit seinen Künstlern phantastische Kinderbücher jenseits der Norm mit inhaltlicher und künstlerischer Tiefe. Deshalb finden wir, daß diese Kinderbücher hier im Folgenden in keinem Kinderzimmer fehlen dürfen. Ob mit oder ohne Anlass bringen diese Bilderbücher jedes Kind zum Strahlen – die passende Geschenkkarte dazu finden Sie hier.

aus dem Moritz Verlag

Kinderbuch

Bibelwörter

Susanne Göhlich

24 S., Hartpappe-Bilderbuch

ab 2 Jahren

Himmel, Erde, Schlange, Baum, Engel, Stern, Brot und Kelch all diese Begriffe kommen bereits im Alten oder Neuen Testament vor. Für dieses Buch hat Susanne Göhlich sie mit leichter Hand gezeichnet und dazu eine entsprechende Bibelstelle angegeben. So ist ein Pappbilderbuch für die Allerkleinsten entstanden, das neben Bildern noch mehr bereithält – ganz dezent und nur für die, die es auch nachschlagen mögen.

Kinderbuch

aus dem Moritz Verlag

Kinderbuch

Im Bärenhaus

Gerda Muller

40 S., Pappband mit Fadenheftung

ab 4 Jahren

Hätte Goldlöckchen gewusst, dass in jenem wundersamen Haus im Wald eine Bärenfamilie wohnt, hätte sie es ganz sicher nicht betreten. Sie hätte dann weder den Tisch mit dem großen, mittleren und kleinen Stuhl noch den großen, mittleren und kleinen Teller mit heißer Suppe entdeckt. So aber kostet sie davon und schlüpft danach sogar – nicht ins große, nicht ins mittlere – sondern ins kleine Bett. Höchst verwundert entdeckt die Bärenfamilie sie darin!

Kinderbuch

aus dem Moritz Verlag

Kinderbuch

Die besten Beerdigungen der Welt

Ulf Nilsson/ Eva Eriksson

40 S., Pappband in Fadenheftung

ab 5 Jahre

Ester, Putte und “ich” gründen an einem langweiligen Tag ein Beerdigungsinstitut. Für alle toten Tiere, die sonst keiner beachtet, wollen sie die besten Beerdigungen der Welt ausrichten! Mit einer toten Hummel fängt alles an. Ester will sie begraben. Auf einer Lichtung, zu der nur der geheime Pfad der Kinder führt. Ester ist fürs Schaufeln zuständig, “ich” für ein Gedicht am Grab und der kleine Putte soll dazu weinen. Aber e i n e Beerdigung ist natürlich nicht genug. Jetzt werden noch mehr tote Tiere gebraucht…

Kinderbuch

aus dem Moritz Verlag

Kinderbuch

Han Gan und das Wunderpferd

Chen Jianghong

40 S., Pappband in Fadenheftung

Ab 5 Jahre

Han Gan malt Pferde wie kein anderer. In diesem Buch wird eines davon lebendig und unbesiegbar. Ein spektakuläres Bilderbuch aus Meisterhand! Nichts tut der kleine Han Gan lieber als zeichnen – am allerliebsten Pferde, die so lebendig wie möglich aussehen sollen. Mit der Zeit wird er ein solch berühmter Maler, dass sogar der Kaiser auf ihn aufmerksam wird. Bald schon munkelt man erstaunliche Dinge über Han Gan. So heißt es, seine Pferde überträfen die Natur, sein Zauberpinsel erwecke sie gar zum Leben.


Tochter sein, ist nicht leicht

Wir sind im New York der 50er Jahre, in Manhattan. Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Mädchen, neun Jahre alt und der erklärte Liebling ihres Vaters. Eines Vaters der alle bis auf sie prügelt. Der in seiner patriarchalischen Art für seine eigenen Freiräume sorgt und gleichzeitig seine Familie im Alltag der Geldlosigkeit eines Arbeiterviertels gefangen hält. Was tun Sie?

Carole L. Glickfeld erzählt in ihrem Buch “Meines Vaters Liebling” die Geschichte von Ruthie Zimmer. Die Gehörlosigkeit der Eltern lässt Ruthie mehr hören. Zwischen den Zeilen, zwischen den Gebärden, zwischen den Herzen. Wie soll sie sich verhalten?

Zwanzig Jahre später bemüht Ruthie sich, sich aus dieser “Zwischen” -Gefangenschaft zu befreien. Sie kehrt in ihr Viertel zurück um sich den Erinnerungen und der Auseinandersetzung mit dem Vater zu stellen…

Temperament- und humorvoll geschrieben, ist dieses Buch wirklich lesenswert.

Meines Vater Liebling, erschien im Suhrkamp Verlag, übersetzt von Mirjam Pressler


© http://www.morguefile.com/archive/display/101573

Literarische Geburtstags Wünsche

Auch große Dichter und Denker mussten Glückwünsche verfassen und zu Ihrer Beruhigung auch Ihnen fiel es nicht immer leicht. Ein kleine Auswahl von in unseren Augen besonders geglückten, literarischen Gerburtstag Versen stellen wir Ihnen hier vor. Wenn Sie den passenen Glückwunsch / das passene Geburtstags Gedicht gefunden haben, können Sie ihn auf einer schönen Geburtstagskarten verewigen.

Nicht der Mensch hat am meisten gelebt,
welcher die höchsten Jahre zählt,
sondern derjenige, welcher sein Leben
am meisten empfunden hat.

(Jean-Jacques Rousseau 1712 – 1778) Weiterlesen