Väter machen Töchter stark

Sie haben die Kraft, ihre Töchter davon zu überzeugen, daß sie einen Teil der männlichen Welt abbekommen können. Denn väterliches Vertrauen in die Fähigkeiten der Töchter macht sie stark.

Sucht man im Leben von erfolgreichen Frauen nach dem „warum?“ stößt man, laut den US-amerikanischen Professorinnen Margaret Hennig und Anne Jardim, immer wieder auf sehr engagierte Väter. Väter, die sich viel Zeit für ihr Kind genommen haben, und es auch an traditionell männlichen Aktivitäten wie Angeln und Jagen teilnehmen ließen. Diese Frauen haben/ hatten alle Väter, die es wichtig fanden, daß Ihre Töchter Mut zum Risiko zeigten und sich ungewohnten Aufgaben stellten.

Paloma Picasso, Anna Freud, Clara Schumann, Nancy Sinatra, Indira Gandhi und Stella McCartney sind nur eine kleine Auswahl an erfolgreichen Vatertöchtern. Weiterlesen


Tochter sein, ist nicht leicht

Wir sind im New York der 50er Jahre, in Manhattan. Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Mädchen, neun Jahre alt und der erklärte Liebling ihres Vaters. Eines Vaters der alle bis auf sie prügelt. Der in seiner patriarchalischen Art für seine eigenen Freiräume sorgt und gleichzeitig seine Familie im Alltag der Geldlosigkeit eines Arbeiterviertels gefangen hält. Was tun Sie?

Carole L. Glickfeld erzählt in ihrem Buch „Meines Vaters Liebling“ die Geschichte von Ruthie Zimmer. Die Gehörlosigkeit der Eltern lässt Ruthie mehr hören. Zwischen den Zeilen, zwischen den Gebärden, zwischen den Herzen. Wie soll sie sich verhalten?

Zwanzig Jahre später bemüht Ruthie sich, sich aus dieser „Zwischen“ -Gefangenschaft zu befreien. Sie kehrt in ihr Viertel zurück um sich den Erinnerungen und der Auseinandersetzung mit dem Vater zu stellen…

Temperament- und humorvoll geschrieben, ist dieses Buch wirklich lesenswert.

Meines Vater Liebling, erschien im Suhrkamp Verlag, übersetzt von Mirjam Pressler